Audi-Konzern erreicht dank starkem dritten Quartal 2020 den Break-even

30.10.2020. Spürbare Erholung in den Märkten und eine Stabilisierung des operativen Geschäfts: Nach einem vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sehr herausfordernden ersten Halbjahr holt der Audi-Konzern operativ und finanziell auf. Im dritten Einzelquartal liegen die Auslieferungen und die Umsatzerlöse jeweils über dem Niveau des Vorjahresquartals, das Operative Ergebnis ist deutlich positiv. Kumuliert erreicht das Unternehmen den Break-Even beim Operativen Ergebnis und bestätigt seine Fähigkeit zur Cash-Generierung.

„In einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld ist es uns gelungen, unser operatives Geschäft im dritten Quartal wieder weitgehend auf das Niveau der Vorjahre zu heben. Damit beweist Audi in der Corona-Krise Widerstandsfähigkeit und erhält sich den finanziellen Spielraum um fortgesetzt in Zukunftsfelder wie Elektrifizierung und Digitalisierung zu investieren,“ sagt Arno Antlitz, Audi-Vorstand für Finanz und Recht.

Dank eines starken Nachfrageanstiegs seit Jahresmitte entwickelten sich die Auslieferungen der Marke Audi in den ersten neun Monaten mit 1.187.190 (1.357.102) Fahrzeugen kumuliert deutlich besser als der um 20,2 Prozent geschrumpfte Gesamtmarkt. In China stiegen die Auslieferungen sogar um 4,4 Prozent. Vor dem Hintergrund der konjunkturellen Erholung in wesentlichen Märkten lieferte das Unternehmen im dritten Quartal rund 30 Tausend bzw. 6,4 Prozent mehr Fahrzeuge aus als im Vorjahr: Dabei stieg die Nachfrage nach Audi-Modellen in China mit 17,8 Prozent deutlich an, in Europa lagen die Auslieferungen auf dem Vorjahresniveau, während die Verkäufe im US-Markt auf noch niedrigem Niveau anzogen.

Die Umsatzerlöse erreichten aufgrund der negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Märkte und Verkäufe €33.264 (41.332) Mio. Positiv wirkten die gute Umsatzentwicklung einzelner Modelle, wie etwa des vollelektrischen Audi e-tron, sowie vor dem Hintergrund des starken China-Geschäfts höhere Umsätze aus Teilesatzlieferungen für die lokale Fertigung. Im dritten Quartal spiegelt sich der positive Trend in den Märkten auch in um 1,7 Prozent höheren Umsätzen im Vergleich zum Vorjahresquartal wider (€12.788 (12.571) Mio.).

Der Audi-Konzern überschreitet mit einem Operativen Ergebnis von €114 (3.239) Mio. nach den pandemie-bedingten Verlusten im ersten Halbjahr klar die Gewinnschwelle. Die Operative Umsatzrendite erreichte 0,3 (7,8) Prozent. Bereinigt um Sondereinflüsse aus der Dieselthematik in Höhe von €–108 Mio. erreichte das Operative Ergebnis €221 Mio. Die bereinigte Operative Umsatzrendite lag bei 0,7 Prozent. Im erfolgreichen dritten Einzelquartal erzielte das Unternehmen ein Operatives Ergebnis von €864 (938) Mio. und eine Operative Umsatzrendite von 6,8 (7,5) Prozent.

Aufgrund des HERE-Anteilverkaufs an neue Partner bei der THERE Holding B.V. Rijwijk (Niederlande) sowie der Veräußerung einer Tochtergesellschaft innerhalb des Volkswagen-Konzerns erhöhte sich das Finanzergebnis des Audi-Konzerns deutlich auf €1.089 (429) Mio. Das Finanzergebnis spiegelt außerdem ein höheres Zinsergebnis und das starke China-Geschäft wider. Das Ergebnis vor Steuern lag im dritten Quartal über dem Vorjahreswert (€1.117 (1.088) Mio.) und nach neun Monaten bei €1.202 (3.668) Mio.

WERBUNG:

Trotz pandemie-bedingt niedrigerem Ergebnis erzielte der Audi-Konzern mit €3.783 (3.271) Mio. einen Netto-Cashflow über dem hohen Niveau des Vorjahres. Neben dem gezielten Abbau von Vorräten insbesondere im zweiten Quartal und Zuflüssen aus der Veräußerung von Beteiligungen, zahlten strikte Kostendisziplin und deutliche Einsparungen bei nichtfahrzeugbezogenen Investitionen auf den Netto-Cashflow ein. Antlitz: „Wir entscheiden zukunftsorientiert, wo wir investieren und was wir weglassen. Bei strategisch wichtigen Projekten, bei unserer Produktsubstanz und insbesondere bei unserer Roadmap E machen wir keinerlei Abstriche.“

Der Audi Konzern blickt aktuell vorsichtig optimistisch auf das verbleibende Jahr, dennoch sind die Auswirkungen der zweiten Welle der Corona Pandemie kaum verlässlich abschätzbar. Vorbehaltlich dieser Entwicklung erwartet das Unternehmen, dass sich der positive Auslieferungstrend auch im vierten Quartal fortsetzt. Damit sollten die Audi-Auslieferungen und die Umsatzerlöse des Audi-Konzerns deutlich unter den jeweiligen Vorjahreswerten liegen. Das Operative Ergebnis wird erheblich unter Vorjahr, aber klar positiv erwartet. Für den Netto-Cashflow prognostiziert der Audi-Konzern nun einen Wert auf Vorjahresniveau.

Ausgewählte Kennzahlen des Audi-Konzerns im Überblick

Jan. – Sep. 2020 Jan – Sep. 2019
Auslieferungen Marke Audi 1.187.190 1.357.102
Umsatzerlöse Audi-Konzern in Mio. EUR 33.264 41.332
Operatives Ergebnis Audi-Konzern in Mio. EUR 114 3.239
Operative Umsatzrendite Audi-Konzernin Prozent 0,3 7,8
Operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen
Audi-Konzern in Mio. EUR
221 3.239
Operative Umsatzrendite vor Sondereinflüssen
Audi–Konzern in Prozent
0,7 7,8
Netto-Cashflow Audi-Konzern in Mio. EUR 3.783 3.271

Auslieferungen an Kunden Marke Audi

Jan. – Sep. 2020 Jan. – Sep. 2019 Abw. vs. 2019
Welt 1.187.190 1.357.102 12,5 %
Europa 440.832 595.132 25,9 %
– Deutschland 153.196 215.515 28,9 %
– Großbritannien 80.477 113.336 29,0 %
– Frankreich 30.478 42.346 28,0 %
– Italien 35.053 47.811 26,7 %
– Spanien 27.032 39.589 31,7 %
USA 124.103 158.471 21,7 %
Mexiko 6.451 8.895 27,5 %
Brasilien 4.482 5.796 22,7 %
Chinesisches Festland + Hongkong 512.891 491.040 +4,4 %

1. Audi e-tron Sportback 55 quattro: Stromverbrauch kombiniert in kWh/100 km: 22,7 – 20,6 (NEFZ); CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 0

2. Audi e-tron S Sportback: Stromverbrauch kombiniert in kWh/100 km: 28,1-26,4 (WLTP); 27,6-27,5 (NEFZ); CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 0

Angaben zu den Kraftstoff-/Stromverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit von der gewählten Ausstattung des Fahrzeugs.

Audi e-tron Sportback (Foto: AUDI AG)

Spezial Elektroautos und E-Mobilität: