Nissan Finanzergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2020

29.7.2020 Yokohama/Japan. Die Nissan Motor Co., Ltd., hat gestern die Finanzergebnisse für das erste Quartal des am 31. März 2021 endenden Geschäftsjahres 2020 bekanntgegeben.

In den drei Monaten von April bis Juni 2020 sank der weltweite Automobilabsatz im Zuge der COVID-19-Pandemie um fast die Hälfte, was auch unmittelbaren Einfluss auf die Verkaufszahlen von Nissan hatte. Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu stoppen, setzte das Unternehmen zeitweise die Produktion in allen Nissan Werken weltweit aus. Mittlerweile ist der Betrieb wieder angelaufen, allerdings nur mit reduzierter Auslastung aufgrund der geringeren Nachfrage. Diese Maßnahme wird das Unternehmen vorerst auch weiterhin begleiten.

Nissan erzielte ein Betriebsergebnis von minus 153,9 Milliarden Yen (-1,3 Milliarden Euro) und einen Nettoumsatz von 1,17 Billionen Yen (9,9 Milliarden Euro), was einer Umsatzrendite von minus 13,1 Prozent entspricht. Der Nettoverlust belief sich auf 285,6 Milliarden Yen (-2,41 Milliarden Euro).

Ergebnisse für das erste Quartal des am 31. März 2021 endenden Geschäftsjahres 2020 (basierend auf TSE Report – China JV Equity) (1)

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  Erstes Quartal des Geschäftsjahres 2019
(April – Juni 2019)
Erstes Quartal des Geschäftsjahres 2020
(April – Juni 2021)
Veränderung ggü. Vorjahr
Nettoumsatz 2,37 Billionen Yen

(19,98 Milliarden Euro)

1,17 Billionen Yen

(9,9 Milliarden Euro)

– 50,5 %
Betriebsergebnis 1,6 Milliarden Yen

(13,49 Millionen Euro)

-153,9 Milliarden Yen

(-1,3 Milliarden Euro)

/
Umsatzrendite 0,1 % – 13,1 % /
Gewinn aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit 35,3 Milliarden Yen

(297,64 Millionen Euro)

-232,3 Milliarden Yen

(-1,96 Milliarden Euro)

/
Nettogewinn2 6,4 Milliarden Yen

(53,96 Millionen Euro)

-285,6 Milliarden Yen

(-2,41 Milliarden Euro)

/

(Basierend auf einem durchschnittlichen Wechselkurs von 118,6 Yen/Euro )

Auf der Management-Pro-Forma-Basis, die die proportionale Konsolidierung der Ergebnisse des Nissan Joint-Ventures in China berücksichtigt, erzielte Nissan ein Betriebsergebnis von minus 136 Milliarden Yen (-1,15 Milliarden Euro) und einen Nettoverlust von 285,6 Milliarden Yen (-2,41 Milliarden Euro). Die Umsatzrendite lag bei minus 10,3 Prozent.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres lag die Nettoliquidität im Automobilbereich bei 235,2 Milliarden Yen (1,98 Milliarden Euro) und damit unter dem Niveau von Ende März. Als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie sicherte sich Nissan im Juni und Juli jedoch zusätzliche Mittel in Höhe von 182,4 Milliarden Yen (1,54 Milliarden Euro). Darüber hinaus gab Nissan 70 Milliarden Yen (590,22 Millionen Euro) in Unternehmensanleihen aus und hielt Barmittel in Höhe von mehr als 1,2 Billionen Yen (10,12 Milliarden Euro) vorrätig. Die dem Unternehmen zugesagte Kreditlinie blieb ungenutzt.

Absatzentwicklung weltweit

Die weltweite Automobilindustrie verzeichnete von April bis Juni 2020 einen Absatzrückgang von 44,5 Prozent auf 12,49 Millionen Fahrzeuge. Auch Nissan konnte sich diesem Trend nicht entziehen: Die Verkaufszahlen sanken um 47,7 Prozent auf 643.000 Fahrzeuge, der Marktanteil fiel um 0,3 Punkte auf 5,2 Prozent.

Auf dem Heimatmarkt in Japan sank der Absatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres um 33,7 Prozent auf 84.000 Fahrzeuge. Trotzdem stieg der Marktanteil im gleichen Zeitraum auf mehr als elf Prozent, wofür insbesondere das im März eingeführte, Kombi-ähnliche Kei-Car Nissan Roox verantwortlich ist. Zusammen mit dem im Juni präsentierten Nissan Kicks wird das Unternehmen seine Marktposition voraussichtlich auch im weiteren Jahresverlauf halten können.

In China, wo die Zulassungszahlen auf Kalenderjahr-Basis gemeldet werden, verkaufte Nissan von Januar bis März insgesamt 207.000 Fahrzeuge, was einem Rückgang von 39,9 Prozent entspricht. Gleichzeitig stieg jedoch der Marktanteil um 0,5 Punkte auf 6,2 Prozent. In den darauffolgenden drei Monaten von April bis Juni registrierte Nissan zudem eine leichte Markterholung, der Absatz kletterte um etwa vier Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum.

Auch in den USA war der Absatz mit 177.000 Fahrzeugen um 49,5 Prozent rückläufig. Der neue Rogue, der im Herbst in die Schauräume rollt, und die überarbeiteten Kernmodelle werden in den kommenden Monaten jedoch für eine Belebung sorgen.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020

Für das komplette Geschäftsjahr, das am 31. März 2021 endet, erwartet Nissan einen rückläufigen Fahrzeugabsatz. Während der weltweite Gesamtmarkt voraussichtlich um 16 Prozent auf 72,04 Millionen Einheiten schrumpft, rechnet das Unternehmen für sich mit einem Absatzrückgang von 16,3 Prozent auf knapp 4,13 Millionen Fahrzeuge. Der weltweite Marktanteil wird mit 5,7 Prozent auf Vorjahresniveau liegen.

Vor diesem Hintergrund hat Nissan die folgende Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr bei der Tokyo Stock Exchange eingereicht. Auf Basis der Equity-Methode für das Joint-Venture in China rechnet Nissan im Geschäftsjahr 2020 mit folgenden Finanzergebnissen:

Nissan Prognose für das Geschäftsjahr 2020 basierend auf TSE Report – China JV Equity (1)

Nettoumsatz 7,8 Billionen Yen
(65,77 Milliarden Euro)
Betriebsergebnis 470 Milliarden Yen
(3,96 Milliarden Euro)
Nettogewinn2 670 Milliarden Yen
(5,65 Milliarden Euro)

Basierend auf einem durchschnittlichen Wechselkurs von 118,6 Yen/Euro

Nissan wird im laufenden Geschäftsjahr 2020 auf die Ausschüttung von Dividenden verzichten, um den Herausforderungen bei Rentabilität und freiem Cash-Flow zu begegnen.

Mit dem kürzlich vorgestellten, auf vier Jahre angelegten Transformationsplan Nissan NEXT reagiert das Unternehmen zudem auf die anspruchsvollen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Nissan rechnet gegenüber dem Geschäftsjahr 2018 mit rund 300 Milliarden Yen (2,53 Milliarden Euro) niedrigeren Fixkosten, was hauptsächlich auf weniger Abschreibungen, geringeren Ausgaben für allgemeine und Verwaltungstätigkeiten sowie geringeren fixen Vertriebskosten, einschließlich Werbung, zurückzuführen ist.

Im Einklang mit dem neuen Transformationsplan ist Nissan weiterhin bestrebt, seine Produktpalette weltweit zu stärken, um das Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen und kontinuierlich Mehrwert für den Kunden zu schaffen. Die geplante Modelloffensive sieht zwölf neue Fahrzeuge innerhalb von 18 Monaten vor.

1 Seit Beginn des Geschäftsjahres 2013 nutzt Nissan die Equity-Methode für die Bilanzierung des Joint Ventures zwischen Nissan und Dongfeng in China. Obwohl der Nettogewinn bei der Bilanzierung nach dieser Methode unverändert bleibt, beinhalten Umsatz und Betriebsergebnis nicht länger die Ergebnisse von Dongfeng-Nissan.

2 Nettogewinn nach Anteilen des Mutterkonzerns

Nissan LEAF (Foto: Nissan)

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