IDM-Saisonauftakt 2010 – EuroSpeedway Lausitz (23. – 25. April 2010): Australier Karl Muggeridge dominiert auf Honda den Saisonauftakt der IDM SUPERBIKE

Klettwitz (ots) – Zum Saisonauftakt der IDM SUPERBIKE sahen die 14.500 Zuschauer auf dem EuroSpeedway Lausitz bei besten Motorsport-Bedingungen ein perfektes Rennwochenende vom Australier Karl Muggeridge. Auf seiner Honda CBR1000RR konnte sich der 36-jährige am Samstag (24. April) die Poleposition und am Sonntag (25. April) die beiden Laufsiege in der höchsten deutschen Motorradsport-Klasse sichern. Damit feierte Ex-Supersport-Weltmeister Muggeridge einen perfekten Einstand in der IDM.

Was sich im Vorfeld der Saison schon etwas abgezeichnet hatte, sollte gleich auf dem EuroSpeedway Lausitz Realität werden: Die beiden ehemaligen Supersport-Weltmeister Karl Muggeridge aus Australien und Jörg Teuchert aus Hersbruck, sowie der ehemalige zweifache IDM SUPERBIKE-Meister Martin Bauer aus Österreich sollten das Wochenende mehr oder minder bestimmen. Muggeridge holte sich bei seinem ersten Auftritt für das Holzhauer Racing Promotion-Team die Poleposition. Sein Vorgänger in dieser Mannschaft – der 34-jährige Bauer fährt 2010 für das KTM Superbike Team Germany – stellte sein orangefarbenes Zweizylinder-Motorrad auf Startplatz zwei, Teuchert bescherte dem Team Yamaha Motor Deutschland den dritten Startplatz. Didier van Keymeulen aus Belgien, Teamkollege Teucherts, komplettierte Reihe eins.

Favoritensterben in Lauf 1

Der erste Lauf der IDM SUPERBIKE am Sonntagmittag war eine Art Favoritensterben. Bauer flog aus dem Sattel seiner KTM, Teuchert musste seine Yamaha R1 mit Defekt abstellen. Auch BMW-Pilot Werner Daemen hatte nicht viel mehr Glück. Sein Rennen dauerte nur bis zur ersten Kurve, dann wurde er von hinten von der Suzuki des Ungarn Dávid Juhász torpediert. Durch diesen Zwischenfall zur Nutzung des Notausgangs gezwungen, reihte sich der Österreicher Andy Meklau als Letzter ein und donnerte dem Feld hinterher. Von Platz 32 kam er aber schließlich noch bis auf Rang zehn nach vorn.

Für Sieger Muggeridge selbst war der Triumph bei seinem ersten IDM-Rennen aber nie wirklich sicher. „Ich hatte am Ende nur Glück, dass bei Jörg [Teuchert] das Motorrad kaputt ging“, so der strahlende Australier nach seinen ersten 25 Punkten des Tages. Die Plätze zwei und drei gingen an Gabor Rizmayer auf Suzuki und Barry Veneman auf BMW. Gerade in der zweiten Rennhälfte hatte Rizmayer mit konstant schnellen Runden glänzen können. Erst im letzten der 18 Umläufe schnappte er sich Veneman und den späteren Viertplatzierten Stefan Nebel auf KTM. Der 26-jährige van Keymeulen komplettierte de Top Five, der Franzose Sebastien Diss kam bei seinem ersten Einsatz auf der Kawasaki ZX10R auf Rang sechs.

Hinter Marc Wildisen kam Sascha Hommel als amtierender IDM Supersport-Meister bei seinem Debüt in der Literklasse auf den achten Rang. Damit war er zwar hinter Diss „nur“ zweitbester Umsteiger aus der hubraumschwächeren Klasse, doch der 20-jährige Sachse zeigte eine solide Leistung. Auch im zweiten Lauf sollte er es in die Top Ten schaffen. „Eine gute Wahl“, kommentierte Yamaha Motor Deutschland-Koordinator Bernhard Demmer. „Vor allem auch, weil Sascha beständig Fortschritte macht und noch nicht einen einzigen Sturz bei uns zu Verbuchen hat – nicht einmal beim Testen.“

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Podest zum 25-jährigen Jubiläum

Der Rennsonntag in der Lausitz stellte für den amtierenden Meister Teuchert auch ein ganz besonderes Datum dar. „Heute starte ich in meine 25. Motorsport-Saison, 25 Jahre lang bin ich jetzt am Stück aktiv dabei“, sagte der 40-jährige. Belohnt hat er sich nach dem Pech vom ersten Lauf am Spätnachmittag dann selbst: Er fuhr auf den zweiten Rang hinter Sieger Muggeridge. Dabei verlor Teuchert den Sieg aber erst gegen Rennende aus den Augen. Er und Muggeridge waren diejenigen, die aus der acht Piloten umfassenden Spitzengruppe vom Beginn des Rennens am längsten zusammen blieben. Erst in den letzten fünf Runden konnte sich der Australier absetzen und sich den zweiten Sieg im zweiten Rennen sichern. Teuchert nahm zunächst die Punkte mit.

Bauer komplettierte als Dritter das Podest. Auch er war angesichts des Nullers aus dem ersten Lauf doch zufrieden, dass er solide Punkten konnte. Er und seine KTM-Mannschaft hätten aber noch einiges an Arbeit am Fahrwerk vor sich, wie der 34-jährige berichtete. Sein Teamkollege Bauer und sein Landsmann Meklau rundeten die Top Fünf ab.

Einen heißen Ritt hatte neuerlich der Franzose Diss. Zu Rennbeginn hatte er noch einige Runden lang mit der Spitzengruppe mithalten können, doch musste er ab dem zweiten Drittel den Kontakt etwas abreißen lassen. Ende der zehnten Runde aber musste er durch das Kiesbett ausweichen und er reihte sich als Achter wieder ein. Auf den letzten Metern des Rennens wurde er dann von Suzuki-Pilot Roman Stamm abgefangen, sodass die beiden hinter dem BMW-Duo Veneman und Daemen die Ränge acht und neun belegten.

In der Meisterschaft liegt Muggeridge nach seinem Doppelsieg klar an der Spitze des Feldes. Durch das Patzen einiger Piloten in den unterschiedlichsten Situationen und Läufen, hat der Honda-Pilot bereits einen Vorsprung von 24 Zählern. Veneman und Nebel liegen punktgleich auf zwei und drei, dahinter sind Teuchert und Rizmayer – ebenfalls punktgleich klassiert. Doch schon beim nächsten IDM-Lauf in der Motorsport Arena Oschersleben (14. – 16. Mai) kann das ganz anders aussehen.

Ergebnisse IDM SUPERBIKE:

1. Lauf: 1. Karl Muggeridge (AUS/Honda) 30:23,376 Min., 2. Gabor Rizmayer (HUN/Suzuki) 5,039 Sek. zur., 3. Barry Veneman (NED/BMW) 5,418 Sek. zur., 4. Stefan Nebel (Velbert/KTM) 6,381 Sek. zur., 5. Didier van Keymeulen (BEL/Yamaha) 7,158 Sek. zur., 6. Sebastien Diss (FRA/Kawasaki) 23,743 Sek. zur.

2. Lauf: 1. Muggeridge 30:14,267, 2. Jörg Teuchert (Hersbruck/Yamaha) 3,443 Sek. zur., 3. Martin Bauer (AUT/KTM) 6,434 Sek. zur., 4. Nebel 7,232 Sek. zur., 5. Andreas Meklau (AUT/Suzuki) 15,603 Sek. zur., 6. Veneman 18,851 Sek. zur.

IDM-Stand (nach 2 von 16 Läufen): 1. Muggeridge 50, 2. Veneman 26, 3. Nebel 26, 4. Teuchert 20, 5. Rizmayer 20, 6. Meklau 17, 7. Diss 17

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