Northern Talent Cup 2021: Rossi Moor und Kevin Farkas entscheiden Rennsiege auf dem Red Bull Ring knapp zu ihren Gunsten

9.8.2021 Spielberg. Die fünfte Station des Northern Talent Cup 2021 führte die Nachwuchstalente an diesem Wochenende nach Österreich, wo sie im Rahmen mit der MotoGP auf dem Red Bull Ring an den Start gingen. In einem spannenden ersten Rennen am Samstag setzte sich Rossi Moor (Mol Racing Fuel Junior Team, HUN) an der Spitze durch, während Kevin Farkas (Mol Racing Fuel Junior Team, HUN) den verregneten zweiten Lauf am Sonntag für sich entscheiden konnte.

In einer großen Kampfgruppe an der Spitze sicherte sich Moor nach 15 atemberaubenden Runden den Sieg nur 0,031 Sekunden vor Lenoxx Phommara (Phommara Team, SWI). Lediglich 0,013 Sekunden hinter dem Schweizer folgte Farkas. Damit standen am Samstag drei aufstrebende NTC-Rookies auf dem Podium.

Julius Coenen, der erst seit dem dritten Event 2021 im Northern Talent Cup startet, fuhr ein ebenso starkes Rennen. Gestartet von Platz elf konnte er lange mit den Rundenzeiten der Spitze mithalten, fiel hin und wieder auf Position 13 zurück, aber kämpfte sich schließlich in den letzten Runden bis auf Platz acht nach vorne. Der Pilot des Helena und Julius Racing Teams war damit bester Deutscher.

„Am Anfang hatte ich ein paar Probleme, weil ich nicht so richtig reinkam. Die Fahrer vor mir haben alle ganz andere Linien gewählt als sonst, teilweise früher gebremst und ich musste ab und an ausweichen. Gegen Rennende lief es ziemlich gut. In der letzten Runde habe ich deutlich gemerkt, wie mein Grip nachlässt, aber ich habe trotzdem versucht so hart zu pushen wie möglich. Zum Glück bin ich am Ende noch Achter geworden, das war wirklich knapp. Ich bin sehr zufrieden mit diesem ersten Rennen“, berichtet Coenen.

PrüstelGP Juniorteam-Fahrer Dustin Schneider setzte sich am Ende knapp gegen Korbinian Brandl (RBR – Racing) auf Position 16 durch, während sein Teamkollege und Neueinsteiger Phil Urlaß knapp an der Qualifikation für die Hauptrennen vorbeischrammte. Julius Caesar Rörig (MCA Racing) fuhr auf Position 21 ins Ziel, während sich sein Teamkollege Noel Willemsen für das Wochenende leider krankmelden musste.

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Das zweite Rennen am Sonntag war ebenso packend wie Lauf eins. Denn vom Start bis ins Ziel lagen elf Fahrer innerhalb einer Sekunde. Dieses Mal war es Farkas, der sich um 0,055 Sekunden an der Spitze durchsetzen konnte, gefolgt von Jonas Kocourek (JRT Brno Circuit, CZE). Auf Platz drei landete Moor, ebenso nur 0,055 Sekunden hinter seinem Vordermann.

Coenen konnte sich abermals als bester Deutscher durchsetzen. Er belegte Rang elf, fuhr aber lediglich 0,886 Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel. Schneider musste sich mit Rang 17 ein weiteres Mal knapp ohne Punkte geschlagen geben.

„Das erste Rennen fing gut an, aber ich habe den Anschluss an die erste Gruppe verloren und hatte mit meinem Fahrwerk zu kämpfen. Ich war sehr enttäuscht, da ich weiß, dass ich das Tempo der ersten Gruppe eigentlich mitgehen kann. Im zweiten Rennen hatte ich ein sehr gutes Gefühl und fand gut in meinen Rhythmus, bis ich im der vorletzten Kurve der zweiten Runde meinen Kupplungshebel verloren habe. Dadurch landete ich nur auf Platz 17. Ich bin zwar enttäuscht, aber ich konnte weiter an mir arbeiten und komme der Führungsgruppe immer näher“, fasst Schneider zusammen.

Ähnlich erging es Brandl, der 0,202 Sekunden hinter dem PrüstelGP Juniorteam-Fahrer im Ziel ankam. „Diesen Wochenende war sehr durchwachsen. Im ersten Rennen habe ich den Anschluss an die erste Gruppe verloren, da ich viele Zwei- und Dreikämpfe hatte. Das zweite Rennen war anfangs sehr gut, denn ich hatte die Pace für die erste Gruppe, doch ich wurde von ein paar Fahrern aufgehalten, die mich auf der Geraden überholt haben. Ich war aber in den Kurven schneller. Dennoch war ich mit meinen Zeiten zufrieden, denn mir fehlte nur eine halbe Sekunde auf die Spitze“, schildert Brandl. Indes wurde Rörig auf Position 21 abgewunken.

Für die Nachwuchsfahrer des Northern Talent Cup geht es direkt am kommenden Wochenende (13. bis 15. August) im Rahmen der IDM auf dem TT Circuit in Assen weiter.

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