Road America 2018: Sieg in der GTD-Klasse, 911 RSR auf den Plätzen vier und fünf

6.8.2018. Im achten Lauf der IMSA SportsCar Championship sicherte sich das Porsche GT Team am Sonntag auf der Rennstrecke Road America die Plätze vier und fünf. In der GTD-Klasse jubelten Porsche-Werksfahrer Patrick Long und Porsche Selected Driver Christina Nielsen über ihren ersten gemeinsamen Sieg im Porsche 911 GT3 R.

Rennen

Auf der Rennstrecke Road America im US-Bundesstaat Wisconsin belegten der Neuseeländer Earl Bamber und Laurens Vanthoor aus Belgien im Porsche 911 RSR mit der Startnummer 912 in einem turbulenten Rennen den vierten Rang.

Das Schwesterauto mit der Fahrerbesetzung Nick Tandy (Großbritannien) und Patrick Pilet (Frankreich) sah als Fünfter die Zielflagge. In der GTD-Klasse jubelten Porsche-Werksfahrer Patrick Long (USA) und Porsche Selected Driver Christina Nielsen (DK, beide Wright Motorsports) über ihren ersten gemeinsamen Sieg im Porsche 911 GT3 R.

Das Rennen in Elkhart Lake entwickelte sich für Porsche-Fans zu einer Achterbahnfahrt der Gefühle. Mit den Qualifying-Positionen vier und acht herrschten zunächst gedämpfte Erwartungen. Doch durch eine optimale Strategie zu Beginn des Rennens konnte sich Startfahrer Tandy an die Spitze des GTLM-Feldes setzen. Der Brite führte bis eine Stunde vor Rennende das Feld an. Nach einem engen Duell mit einem nachfolgenden Fahrzeug bekam die Startnummer 911 eine Durchfahrtstrafe. Am Ende bedeutete dies nach zwei Stunden und 40 Minuten Platz fünf beim Überqueren der Ziellinie.

Auch Vanthoor und Bamber boten den Zuschauern ein spannendes Rennen. Nachdem Vanthoor von Platz vier gestartet war, fiel das Fahrzeug mit der Startnummer 912 im Rennverlauf zwischenzeitlich bis auf den achten Rang zurück. Doch kontinuierlich kämpfte sich die Fahrerpaarung trotz zahlreicher Gelbphasen wieder nach vorn und schrammte am Ende am Podium vorbei.

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Eine fehlerlose Leistung zeigten Long und Nielsen im Porsche 911 GT3 R. Auf der 6,515 Kilometer langen Strecke sicherten sie sich bereits im Qualifying am Samstag die Pole-Position.

Am Sonntag gelang ihnen mit einer perfekten fahrerischen Leistung ihr Debütsieg in der Klasse der GTD-Fahrzeuge. Somit fuhren sie in der 49-jährigen Geschichte der IMSA zum 542. Porsche-Sieg. Patrick Lindsey und Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister, die für das Team Park Place Motorsports an den Start gingen, konnten das Rennen nach dem Touchieren einer Streckenbegrenzung nicht beenden.

Der neunte Lauf der IMSA SportsCar Championship wird auf dem Virginia Raceway ausgetragen. Das Rennwochenende findet vom 17. bis 19. August statt.

Rennergebnis

Klasse GTLM

1. Briscoe/Westbrook (AUS/GB), Ford GT, 66 Runden
2. Gavin/Milner (GB/USA), Chevrolet Corvette C7.R, 66 Runden
3. Magnussen/Garcia (DK/E), Chevrolet Corvette C7.R, 66 Runden
4. Vanthoor/Bamber (B/NZ), Porsche 911 RSR, 66 Runden
5. Tandy/Pilet (GB/F), Porsche 911 RSR, 66 Runden
6. Sims/De Phillippi (GB/USA), BMW M8 GTE, 64 Runden
7. Hand/Müller (USA/D), Ford GT, 63 Runden
8. Krohn/Edwards (FIN/USA), BMW M8 GTE, 52 Runden

Klasse GTD

1. Long/Nielsen (USA/DK), Porsche 911 GT3 R, 66 Runden
2. Sellers/Snow (USA/USA), Lamborghini Huracan GT3, 66 Runden
3. MacNeil/Pier Guidi (USA/I), Ferrari 488 GT3, 66 Runden
11. Lindsey/Bergmeister (USA/D), Porsche 911 GT3 R, 39 Runden

Alle Ergebnisse finden Sie unter: http://results.imsa.com

Stimmen zum Rennen

Pascal Zurlinden, Gesamtprojektleiter GT-Werksmotorsport: „Das war ein hartes Rennen für das Team. Wir wussten, dass es hier wegen der Streckencharakteristik mit den langen Geraden schwierig für uns werden würde. Im Qualifying haben wir uns sehr schwer getan. Im Rennen haben wir das mit einer perfekten Strategie und optimalen Pit-Stopps beim Fahrzeug mit der Startnummer 911 wieder wett gemacht. Doch dann kam die Sache mit der Durchfahrtstrafe. Ab da ging es nur noch rückwärts. In zwei Wochen sind wir in Virginia. Da greifen wir wieder an. Glückwunsch an unser Kundenteam Wright Motorsports zum Gewinn der GTD-Klasse.“

Earl Bamber (Porsche 911 RSR #912): „Am Ende sind wir Vierter geworden. Mehr ging einfach nicht. Ehrlich gesagt, hatten wir auch etwas Glück, da die anderen Probleme hatten. Als wir hierher gekommen sind, waren die Erwartungen nicht allzu hoch, da es für unser Auto und die Reifen eine schwierige Strecke ist. Wir hatten schon einige sehr starke Rennen, die wir leider nicht in Siege umwandeln konnten. Jetzt schauen wir mal, wie es in Virginia läuft.“

Laurens Vanthoor (Porsche 911 RSR #912): „Alles in allem war es ein schwieriges Rennen. Auf der Strecke kam es zu einigen kritischen Situationen mit anderen Fahrzeugen. Ich nenne das hartes Racing. Platz vier im Qualifying war okay, aber im Rennen hat uns leider die Geschwindigkeit gefehlt.“

Nick Tandy (Porsche 911 RSR #911): „Strategiemäßig waren wir sehr gut aufgestellt. Und das hat auch alles hervorragend funktioniert. Ich war etwas überrascht von der Strafe der Rennleitung. Natürlich muss man so eine Durchfahrtstrafe akzeptieren. Das haben wir dann auch getan und damit war unser Rennen um die vorderen Podiumsplätze vorbei.“

Patrick Pilet (Porsche 911 RSR #911): „Das Team hat einen großartigen Job gemacht. Die Strategie war auf jeden Fall die richtige. Und auch die Pit-Stopps waren heute extrem gut. Dann haben wir aus dem Nichts heraus eine Strafe für den Kontakt mit einem anderen Fahrzeug bekommen. Das ist frustrierend. Wir hoffen, dass es beim nächsten Rennen in Virginia besser wird.“

Qualifying

Im 15-minütigen Zeittraining der IMSA SportsCar Championship fuhr der Belgier Laurens Vanthoor mit 2:03,114 Minuten seine schnellste Runde. Auf der 6,515 Kilometer langen Strecke beendete Nick Tandy aus Großbritannien im Schwesterauto mit der Startnummer 911 das hart umkämpfte Zeittraining in der Klasse GTLM auf dem achten Rang.

In der bedeutendsten Sportwagenserie Nordamerikas teilen sich Vanthoor und der Neuseeländer Earl Bamber im Rennen am Sonntag das Cockpit. Tandy wird nach dem Start zum achten Lauf das Lenkrad an seinen Teamkollegen Patrick Pilet (Frankreich) übergeben.

In der Klasse GTD freute sich Porsche-Werksfahrer Patrick Long (USA) gemeinsam mit Teamkollegin und Porsche Selected Driver Christina Nielsen (DK) über seine zweite Pole-Position in dieser Saison für Wright Motorsports. Der zweite Porsche 911 GT3 R wird vom Team Park Place Motorsports eingesetzt: Patrick Lindsey und Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister qualifizierten sich für Startplatz sechs.

Ergebnis Qualifying

Klasse GTLM

1. Hand/Müller (USA/D), Ford GT, 2:02.479 Minuten
2. Briscoe/Westbrook (AUS/GB), Ford GT, 2:02.650 Minuten
3. Magnussen/Garcia (DK/E), Chevrolet Corvette C7.R, 2:02.746 Minuten
4. Vanthoor/Bamber (B/NZ), Porsche 911 RSR, 2:03.114 Minuten
5. Gavin/Milner (GB/USA), Chevrolet Corvette C7.R, 2:03.170 Minuten
6. Krohn/Edwards (FIN/USA), BMW M8 GTE, 2:03.331 Minuten
7. Sims/De Phillippi (GB/USA), BMW M8 GTE, 2:03.645 Minuten
8. Tandy/Pilet (GB/F), Porsche 911 RSR, 2:03.673 Minuten

Klasse GTD

1. Long/Nielsen (USA/DK), Porsche 911 GT3 R, 2:06.593 Minuten
2. Marcelli/Baumann (CAN/A), Lexus RC F GT3, 2:06.850 Minuten
3. Sellers/Snow (USA/USA), Lamborghini Huracan GT3, 2:07.226 Minuten
4. MacNeil/Jeannette (USA/USA), Ferrari 488 GT3, 2:07.317 Minuten
5. Keating/Bleekemolen (USA/NL), Mercedes-AMG GT3, 2:07.561 Minuten
6. Lindsey/Bergmeister (USA/D), Porsche 911 GT3 R, 2:07.944 Minuten
7. Legge/Parente (GB/P), Acura NSX GT3, 2:08.280 Minuten
8. Foley/Auberlen (USA/USA), BMW M6 GT3, 2:08.402 Minuten
9. Potter/Lally (USA/USA), Audi R8 LMS GT3, 2:08.947 Minuten
10. Marks/Aschenbach (USA/USA), Acura NSX GT3, 2:12.272 Minuten
11. Hawksworth/Heinemeier Hansson (GB/DK), Lexus RC F GT3
12. Piovanetti/Negri (USA/BR), Ferrari 488 GT3

Alle Ergebnisse finden Sie unter: http://results.imsa.com

911 RSR

911 RSR, IMSA WeatherTech SportsCar Championship, Bowmanville, Rennen, 2018, Porsche AG

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