„Audi Urban Future: Project New York“

Konkrete Modelle für ein Manhattan 2030
Audi Urban Future Initiative zeigt New York der Zukunft
Visionen von fünf aufstrebenden Architekturbüros

Blog berichtet aktuell vom “Festival of Ideas for the New City”
5.5.2011 – Beim Stichwort „Manhattan“ hat jeder ein Bild im Kopf: Skyline, Time Square, Central Park und eine Stadt, die niemals schläft. Und bei „Manhattan 2030“? Vielleicht sind die Hochhäuser noch etwas höher, die Straßen noch etwas überfüllter? Alles ist möglich. Daher haben sich fünf aufstrebende New Yorker Architekturbüros für die Audi Urban Future Initiative Gedanken zu Stadtplanung, Verkehr und Ökologie im Jahr 2030 gemacht.

Das Projekt ist Teil des „Festival of Ideas for the New City“. Die Audi Urban Future Initiative unterstützt die Veranstaltung des New Museum in New York vom 4. bis 8. Mai als Partner. In Kooperation mit der Architekturplattform Architizer ist ein Modell im Maßstab 1:1200 entstanden, das sogenannte „Audi Urban Future: Project New York“. Diese Installation veranschaulicht vom 7. bis 9. Mai die Ideen der Architekten in der Openhouse Gallery.

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Die Konzepte der fünf Architekturbüros sind so unterschiedlich wie vielfältig. Orientierung bietet der Audi Urban Future Award 2010. Architekturbüros aus Peking, London, Barcelona, Kopenhagen und Berlin beschäftigten sich letztes Jahr mit individueller urbaner Mobilität im Jahr 2030. Diese fünf verschiedenen Ansätze dienen als Basis für die New Yorker Architekten. Besonders spannend: Alle Konzepte werden weiter verfeinert und auf New York übertragen. Dabei handelt es sich um fünf Bezirke in Manhattan – East Side/Turtle Bay, Lower Manhattan, Hudson Yards Area, Washington Heights und Central Park West.

Bereits seit Anfang April arbeiten die Teams von Leong Leong, Marc Fornes & THEVERYMANY, Matter Practice, Abruzzo Bodziak und Peter Macapia/labDora an ihren unterschiedlichen Visionen. Die große Herausforderung: die kreativen Zukunftsszenarien aufeinander abstimmen und in einem gemeinsamen Modell von Manhattan zusammenführen.

Wie im Automobildesign, wo verschiedene Teams mit ihren Ideen konkurrieren und am Ende die besten zusammenfließen, setzen sich an Kreuzungen und Straßenzügen, wo die Konzepte der Architekten aufeinander treffen, die vielversprechendsten und greifbarsten Ansätze durch. So entstehen vielseitige Ideen für urbanen Lebensraum und Mobilität.

Abruzzo Bodziak Architects
Abruzzo Bodziak Architects ließen sich von Cloud 9 (Barcelona) inspirieren. Bei deren Award-Konzept zur Stadt der Zukunft standen vor allem saubere, erneuerbare Energie oder Gebäude, die gleichzeitig als Kraftwerke Strom spenden, im Mittelpunkt. Emily Abruzzo und Gerald Bodziak wollen mangels Platzangebot bis 2030 Häuser in New York weiter in die Höhe wachsen lassen, um an den Hauswänden möglichst viel Grundfläche für Photovoltaik-Anlagen und damit ein dezentrales Energiesystem zu schaffen. Diese Energie reicht aus, um die Bedürfnisse der Menschen zu erfüllen. Auch jene nach individueller Mobilität.

LEONG LEONG
Der Entwurf von LEONG LEONG basiert auf den Visionen von standardarchitecture aus Peking. Das junge chinesische Architekturbüro plante beim Award 2010 Straßen, die zu elektrischen „Fortbewegungsgürteln“ ausgebaut werden. Es entwickelte das Credo, freigewordene Flächen in den Innenstädten großer chinesischer Mega-Cities wieder landwirtschaftlich zu nutzen. Chris and Dominic Leong gehen noch einen Schritt weiter. Sie wollen die Natur zurück in die Stadt bringen und ein natürliches Gleichgewicht entstehen lassen – und die Stadt gegenüber Umwelteinflüssen resistenter machen. Möglich machen dies zwischen den Häusern gespannte und begrünte Netzstrukturen. So kann sich auch die Tierwelt ungehindert über die Stadt ausbreiten. Zwar sei der Ansatz recht radikal, so Dominic Leong, doch es gäbe bereits heute viele kleine Möglichkeiten, natürliche Lebensräume in New York entstehen zu lassen.

Marc Fornes & THEVERYMANY™
Die Stadt wird zum lebenden Organismus – nach solch einem ganzheitlichen Ansatz suchen Marc Fornes and THEVERYMANY. Inspiriert werden die Architekten dabei durch den Award-Beitrag von Jürgen Mayer H. (Berlin), bei dem die digitale Vernetzung zwischen Mensch und Infrastruktur neue Platzangebote in der Stadt schafft. Die Gebäude und Infrastruktur des Stadtteils Central Park West entstehen daher mittels komplexer Berechnungen am Computer. Die Schwamm-ähnlichen Strukturen haben den Vorteil, dass sie sich spezifisch an die Bedürfnisse der Menschen und die lokalen Gegebenheiten anpassen und das bestehende Platzangebot optimal ausnutzen.

Matter Practice
Matter Practice orientiert sich an dem Konzept von Alison Brooks Architects (London), die sich für den Award mit der Stadt innerhalb der Stadt beschäftigt hat. Sie erdachte Nachbarschaften mit einem umfassenden Angebot an Dienstleistungen in unmittelbarer Nähe. Das soll den Verkehr reduzieren. Matter Practice wenden die Idee auf die Washington Heights an, konkret auf den zwölfspurigen Trans-Manhattan Expressway, einen völlig überlasteten Tunnel im Herzen Manhattans. Der Tunnel soll aufgebrochen, der Verkehr verlangsamt und neuer urbaner Raum geschaffen werden. Der Verkehrsstrom wird Teil des urbanen Lebens: Es entstehen Cafés, öffentlicher Raum für Fußgängern und neue Geschäfte.

Peter Macapia/labDORA
Inspiriert von dem Award-Entwurf der Bjarke Ingels Group (BIG) entschied sich das Team um Peter Macapia für eine Ausarbeitung des Konzeptes des dänischen Architekturbüros aus Kopenhagen. Deren Vision von individueller Mobilität in der Stadt 2030 basiert auf der Idee, dass Straßen mit einem neuen, intelligenten Belag („smart tiles“) versehen werden. Bordsteine und andere Barrieren werden abgeschafft, um größtmögliche Flexibilität in der öffentlichen Nutzung zu ermöglichen. Der digitale Straßenbelag organisiert das perfekte Zusammenspiel der einzelnen Verkehrsarten, stimmt die Bewegungen von Fußgängern, Fahrrädern oder Autos aufeinander ab. labDORA konzentrieren sich bei ihrer Arbeit auf Lower Manhattan und wendet die von BIG vorgegebenen Rahmenbedingungen auf den Mikrokosmos an.

Vom 5. bis zum 9. Mai berichtet die Journalistin Amelie Znidaric in einem Blog aktuell über die Veranstaltungen in New York. Auf der offiziellen Homepage der Audi Urban Future Initiative finden Sie außerdem alle Hintergründe sowie aktuelle Texte und Fotos zum Download: www.audi-urban-future-initiative.com

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