Daimler macht Auszubildende fit für Digitalisierung

8.3.2018 Stuttgart. Daimler verankert Themen rund um Digitalisierung und Industrie 4.0 immer stärker in der Berufsausbildung. Dafür wurden allein in den vergangenen zwei Jahren mehr als 12 Millionen Euro in neue technische Ausstattung und digitale Lernmedien in Deutschland investiert.

„Die Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte von morgen. Sie werden in vernetzten, flexiblen Fabriken auch an autonomen und elektrisch angetriebenen Fahrzeugen arbeiten. Wir integrieren moderne Produktionstechnik sowie neu entwickelte Seminare, Programme und E-Learning Module fest in die Ausbildungspläne“, sagt Wilfried Porth, Vorstand der Daimler AG für Personal, Arbeitsdirektor & Mercedes-Benz Vans.

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt in einem rasanten Tempo und spielt in allen Bereichen der Daimler AG eine große Rolle – vom Produkt, über Fertigungsprozesse, dem Arbeitsumfeld bis hin zum Recruiting. Um den industriellen Wandel bei Themen wie Digitalisierung, IT und Industrie 4.0 erfolgreich zu gestalten und die Beschäftigten im Hinblick auf die konzernstrategischen Themen Vernetzung (Connected), autonomes Fahren (Autonomous), flexible Nutzung (Shared & Services) und elektrische Antriebe (Electric) – kurz CASE – weiter zu qualifizieren, geht Daimler auch in der Berufsausbildung neue Wege.

Ein Beispiel ist das konzernweit erste Industrie 4.0-Labor im Ausbildungszentrum Esslingen-Brühl. Hier lernen Azubis und Studenten der Dualen Hochschule Anlagen per Tablet-Computer zu steuern und eine hochmoderne Produktionslinie zu programmieren. Das Labor stellt eine vernetze Produktion dar, simuliert die Abläufe einer Smart Factory und bildet so das moderne Produktionsumfeld in den Mercedes-Benz Werken ab. Die Qualifizierung im Industrie 4.0-Labor ist seit diesem Ausbildungsjahr fest in die Ausbildungspläne aller technischen Azubis und dualen Studenten am Standort integriert. Michael Brecht, Gesamtbetriebsrats-vorsitzender der Daimler AG: „Unsere Aufgabe ist es, unsere jungen Kolleginnen und Kollegen fit für die Digitalisierung zu machen und optimal auf die neuen Technologien vorzubereiten. Die Fabrik der Zukunft wird Arbeitsplatz für viele Menschen bleiben. Wir setzen auf eine intelligente Verbindung von Mensch und Maschine.“

Augmented Reality, autonom fahrende Roboter und Lernen mit dem Smartphone

In den deutschen Mercedes-Benz Truck- und Pkw-Werken gibt es in der Ausbildung zudem Zukunftswerkstätten. Hier werden Azubis an Digitalisierung und neue Technologien wie den 3D-Druck oder den Einsatz von smart glasses herangeführt. Mit den Augmented-Reality-Brillen lässt sich beispielsweise virtuell das Innere eines Autos aus allen Blickwinkeln erleben. Durch Handbewegungen lassen sich Teile in der virtuellen Realität herausnehmen und wieder einbauen. Mit so genannten Super Kit Baukästen erstellen und programmieren die Auszubildenden autonom fahrende Roboter, die mit Sensoren anhand von Farbmarkierungen auf dem Boden ihren Weg finden.

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Für einen bestmöglichen Einstieg der jungen Kolleginnen und Kollegen in das Berufsleben baut Daimler auf eine Mischung aus bewährten Methoden und neuen digitalen Lerninhalten. Dabei nutzt Daimler die Stärken der Digital Natives und setzt auf IT und Web 2.0. Ein Beispiel ist die Online-Lernplattform „DAS@web“, mit der Azubis alle Ausbildungsinhalte ortsunabhängig und flexibel auf ihre Smartphones laden, bearbeiten und digitale Lernerfolgskontrollen durchführen können. Ziel ist, Lernen individueller, interessanter, stressfreier und damit erfolgreicher zu machen. Zudem vermitteln derartige Formate digitale Medienkompetenz, da die Auszubildenden sich über „DAS@web“ auch untereinander vernetzen und zusammenarbeiten können. Das Feedback der Auszubildenden ist durchweg positiv.

Die Digitalisierung hilft auch beim Erlernen handwerklicher Fertigkeiten. So werden Lackier- und Schweißkompetenzen heute durch Virtual Welding und Virtual Paint vermittelt. Beides sind digitale Simulationen der Arbeitsprozesse, die effizientes Lernen und schnelle Lernerfolge ermöglichen, da die Jugendlichen eine unmittelbare Rückmeldung über die Qualität ihrer Arbeit erhalten. Ein weiterer Pluspunkt: Ressourcen werden geschont.

Der Wissenstransfer über digitale Medien beginnt für neue Auszubildenden bereits vor dem Start der Ausbildung. Im Werk Untertürkheim nutzt Daimler die bei Jugendlichen beliebte Social Media App Snapchat. Mit Snap4Mercedes teilen die Auszubildenden Bilder und Videos mit den neuen Kolleginnen und Kollegen und ermöglichen so noch vor dem ersten Arbeitstag authentische Einblicke in ihre künftige Arbeitswelt und erste Ausbildungsinhalte.

Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung

Neben der Ausbildung stärkt Daimler auch in der Weiterbildung das Angebot an Kursen und Qualifizierungen zu Zukunftsthemen. „Wir sehen die digitale Transformation als große Chance, die wir mit hochqualifizierten Mitarbeitern erfolgreich gestalten wollen. Die Aus- und Weiterbildung unser Mitarbeiter gewinnt daher eine immer größere Bedeutung – alleine in Deutschland haben wir dafür im vergangenen Jahr mehr als 120 Mio. Euro investiert,“ sagt Daimler-Vorstand Porth. Jeder Mitarbeiter wird im Schnitt drei Tage im Jahr qualifiziert.

Dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, unter anderem arbeitsplatznahes Lernen, Seminare, Workshops, Online-Kurse, der Besuch von Fachtagungen oder berufsbegleitende Studienförderprogramme. Die konzerneigene Daimler Corporate Academy ist eine der größten innerbetrieblichen Schulungs- und Fortbildungsinstitutionen in Deutschland. 2017 haben 63.000 Beschäftigte am umfangreichen Angebot der Daimler Corporate Academy teilgenommen. Neu sind dabei beispielsweise Kurse zur Schwarmorganisation oder zu „Digital Transformation“.

Ausbildung in 31 verschiedenen Berufen und 13 dualen Studiengängen

Die Berufsausbildung hat bei Daimler einen hohen Stellenwert und eine lange Tradition, bereits seit 1916 bildet das Unternehmen junge Menschen aus. Jährlich starten alleine in Deutschland rund 1.900 neue Auszubildende, in Summe beschäftigt das Unternehmen rund 6.000 Azubis an den deutschen Standorten, mehr als 8.000 weltweit. Alleine in Deutschland können Jugendliche an rund 50 Standorten eine Ausbildung absolvieren.

Daimler bildet bedarfsorientiert aus und bietet nach erfolgreichem Abschluss in den Werken allen Auszubildenden einen Arbeitsvertrag an. Der Konzern bildet in 20 gewerblich-technischen und 11 kaufmännischen Berufen sowie 13 dualen Studiengängen aus. Interessierte Schülerinnen und Schüler können sich unter http://www.career.daimler.com/ informieren und bewerben.

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