Forschungsprojekt simTD

Intelligente Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur bringt zukünftig noch mehr Transparenz auf die Straße
Startschuss: simTD-Partner präsentieren Car-to-X-Funktionen für eine sichere Zukunft
12.10.2011 Wolfsburg/Friedberg – Führende deutsche Automobilhersteller sowie Zulieferer, Kommunikationsunternehmen, Forschungsinstitute und die öffentliche Hand präsentierten gestern vor Fachleuten und Journalisten die Projektergebnisse eines der wichtigsten Verkehrssicherheitsprojekte Deutschlands: simTD. Erklärtes Ziel der vierjährigen, im September 2008 gestarteten Forschungsinitiative ist es, die Transparenz über vorausliegende Verkehrssituationen künftig zu erhöhen und damit mehr Sicherheit und Effizienz für den Straßenverkehr zu schaffen. Das Projekt wird von drei Bundesministerien gefördert und unterstützt.

„Volkswagen hat sich das Ziel gesetzt, innovative Fahrerassistenzsysteme für eine sichere und nachhaltige Mobilität zu entwickeln. Die Volkswagen Konzernforschung sieht simTD damit als eines ihrer Leuchtturmprojekte an, kundenorientierte Dienste durch eine starke Vernetzung der Fahrzeuge untereinander und mit der Infrastruktur zu schaffen.“ kommentierte Prof. Dr. Jürgen Leohold, Leiter der Volkswagen Konzernforschung. Und weiter: „Im Hinblick auf aktuelle Trends wie Elektromobilität erwarten wir, dass Kommunikations- und Vernetzungsthemen im Fahrzeug weiter an Bedeutung gewinnen werden.“

Baustelleninformation

Besonders nachts kennt der Autofahrer das Problem, sich in Baustellen auf Autobahnen zurechtzufinden und den genauen Fahrbahnverlauf zu erkennen. Ein- und Ausfahrt in die Baustelle, sowie uneinsehbare Fahrbahnverschwenkungen oder Fahrspurteilungen bergen vor allem nachts ein erhebliches Sicherheitsrisiko. simTD bietet dem Fahrer nicht nur aktuelle Information über die Verkehrslage im Umfeld der Baustelle an, sondern zeigt in übersichtlicher Art und Weise dem Fahrer die Baustellengeometrie fahrstreifengenau an. Das Fahrzeug erhält diese Informationen mittels UMTS oder WLAN bei der Einfahrt in die Baustelle über spezielle Infrastruktur am Straßenrand. Bei der Ausfahrt aus der Baustelle überträgt das Fahrzeug wiederum Daten wie Verkehrslage und Straßengeometrie an die Infrastruktur und gewährleistet damit, dass nachfolgende Fahrzeuge aktuelle Daten erhalten.

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Parkrauminformation

Nicht nur für Autobahnen und Landstraßen bietet simTD attraktive Sicherheitsfunktionen an: Auch im Innenstadtbereich, wie beispielsweise bei der Parkplatzsuche kann simTD den Verkehrsfluss erhöhen. Per Knopfdruck kann der Fahrer Informationen abrufen, in welchem Parkhaus in der Nähe seines Zielortes noch freie Parkplätze sind. Öffnungszeiten, Preise und die Anzahl von Frauen- und Behindertenparkplätzen werden ebenfalls mitgeliefert. Dem Fahrzeug werden diese Informationen über einen Server zur Verfügung gestellt. Der Datenaustausch wird in diesem Fall über UMTS realisiert.

Die Volkswagen Konzernforschung hat in diesem Bereich weitere Funktionen umgesetzt, beispielsweise lässt sich die aktuelle Verkehrslage rund um die eigene Position abfragen und auf der Straßenkarte visualisieren. Diese Information wird durch die Möglichkeit ergänzt, sich aktuellen Bilder von Verkehrs-Web-Cams anzeigen zu lassen. Zusätzlich zu diesen verkehrseffizienzsteigernden Funktionen kann sich der Fahrer Informationen vom Deutschen Wetterdienst in der Straßenkarte anzeigen zu lassen. Hintergrund für diese Forschungs-aktivitäten ist die frühzeitige Prüfung des Effizienz- und Sicherheitspotenzials der Car-to-X-Funktionen.

Generelle Details zum Forschungsprojekt simTD

simTD ist ein Gemeinschaftsprojekt führender deutscher Automobilhersteller, Automobilzulieferer, Kommunikationsunternehmen und Forschungsinstitute sowie der öffentlichen Hand. Projektpartner sind: Adam Opel AG, AUDI AG, BMW AG, BMW Forschung und Technik GmbH, Daimler AG, Ford Forschungszentrum Aachen GmbH, Volkswagen AG, Robert Bosch GmbH, Continental, Deutsche Telekom AG, Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI), Technische Universität Berlin, Technische Universität München, Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, Universität Würzburg, Hessisches Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen, Stadt Frankfurt am Main. Gefördert und unterstützt wird das Projekt durch die Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie (BMWi), Bildung und Forschung (BMBF), Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) sowie durch das Land Hessen, den Verband der Automobilindustrie e.V. und das Car 2 Car Communication Consortium.

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