Kraftstoffmarktuntersuchung

ADAC fordert Konsequenzen aus Kartellamtsbericht
Kritik des Clubs an Preispolitik bestätigt

23.5.2011 München (ots) – Die jetzt bekannt gewordenen Ergebnisse der Kraftstoffmarktuntersuchung des Bundeskartellamts erfordern nach Ansicht des ADAC dringend Konsequenzen. Nachdem das Amt festgestellt hat, dass Wettbewerbshindernisse auf dem deutschen Kraftstoffmarkt zu erhöhten Spritpreisen führen, sind der Bundeswirtschaftsminister und das Bundeskartellamt gefordert, konkrete Vorschläge zur Verbesserung des wettbewerbsrechtlichen Instrumentariums vorzulegen. Ziel muss es sein, eine weitere Konzentration auf dem deutschen Kraftstoffmarkt zu verhindern und den Wettbewerb zu stärken.

Mit der Kritik des Bundeskartellamts an der aktuellen Struktur des deutschen Kraftstoffmarktes sieht sich der ADAC voll bestätigt. So führt die marktbeherrschende Rolle einiger weniger Tankstellenketten zu höheren Kraftstoffpreisen als bei einem gut funktionierenden Wettbewerb. Die meist von den Marktführern Shell oder BP/Aral initiierten Preisanhebungsrunden setzen sich in der Regel sehr schnell an den Tankstationen der fünf dominierenden Unternehmen durch. In den Genuss von Preisrückgängen kommen die Autofahrer dagegen meist deutlich langsamer. Bestätigt werden zudem die Erkenntnisse des ADAC, wonach die Kraftstoffpreise zu bestimmten Zeiten, etwa vor Ferien oder Wochenenden oft deutlich steigen.

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