Magna: Neuer Job für Althaus

Dieter Althaus, wechselt die Fronten und geht in die Wirtschaft. Der ehemalige Ministerpräsident Thüringens findet seine neue Anstellung beim österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna. Hier werde der CDU-Politiker für die „Kontakte zu öffentlichen Stellen in Deutschland“ und für den Kunden Volkswagen zuständig sein, wie das Unternehmen mitteilte. Am 1. Februar 2010 ist Althaus’ erster Arbeitstag.

Dem 51-Jährigen ist Magna aus seiner Zeit als Landesvater Thüringens gut bekannt. Von der „außergewöhnlichen Firmenkultur und der Erfolgsgeschichte“ des Unternehmens ist er nach eigenem Bekunden beeindruckt. Die Wege von Magna und Althaus kreuzten sich u.a. auch bei den Verkaufsverhandlungen zu Opel, in denen es auch um mögliche Staatshilfen für den Autobauer und speziell auch für den Standort in Thüringen ging. Magna war bis zuletzt ein ernsthafter und zudem auch der aussichtsreichste Kaufinteressent der GM-Tochter.

Althaus, bei einem Skiunfall in Österreich vor einem Jahr schwer verletzt, war nach langer Rehabilitation dennoch im Sommer 2009 zur Landtagswahl Thüringens angetreten. Ohne Erfolg. Seine Partei verlor die absolute Mehrheit. Der Ministerpräsident zog die Konsequenzen und gab seine Ämter in Regierung und Partei ab. Sein Landtagsmandat, das er vorerst behielt, will Althaus aus aktuellen Gründen zum April abgeben.

Magna-Chef Siegfried Wolf begrüßte den Neuzugang. Er freue sich, wenn Politiker ihre exzellenten Kontakte und Erfahrungen nach der aktiven Zeit der Wirtschaft zur Verfügung stellten und sich nicht auf Funktionärstätigkeiten zurückzögen. Wolf: „Wir brauchen vielmehr Durchlässigkeit zwischen Wirtschaft und Politik.“ (auto-reporter.net/rp)

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