Volkswagen bekommt mehr Zeit zum Testen seiner Compliance-Programme im Rahmen des US-Monitorships

18.10.2019. Dem Antrag des Volkswagen Konzerns auf Verlängerung der Testphase im Monitorship wurde vom US-Justizministerium (Department of Justice, DOJ) und dem unabhängigen Compliance-Monitor Larry D. Thompson zugestimmt. Damit hat das Unternehmen mehr Zeit um nachzuweisen, dass es seinen Verpflichtungen aus dem von Volkswagen und der US-Regierung im Jahr 2017 ausgearbeiteten Vergleich nachgekommen ist.

Dank dieser Vereinbarung hat Volkswagen 90 Tage länger Zeit, um die vom Konzern und seinen Marken umgesetzten Maßnahmen, einschließlich der Empfehlungen des Monitors, umfassend zu prüfen und gegebenenfalls zu korrigieren, damit Thompson seinen Zertifizierungsbericht über die Ethik- und Compliance-Programme des Unternehmens abgeben kann.

Unter Berücksichtigung der zusätzlichen Testphase wird Thompson seinen Zertifizierungsbericht nun im Juli 2020 beim US-Justizministerium einreichen. Sein Monitorship, das bei seiner Ernennung im Juni 2017 auf drei Jahre ausgelegt war, wird nun bis September 2020 dauern.

„Volkswagen durchläuft aktuell den größten Wandel seit der Gründung des Unternehmens. Wir arbeiten intensiv daran, eine Kultur der Integrität auf allen Ebenen einzuführen – und kommen gut voran“, so Dr. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG. „Larry Thompson hat als wichtiger Impulsgeber für Veränderungen fungiert und wir wissen zu schätzen, dass er dem von uns vorgeschlagenen Zeitplan für diese wichtige Testphase aufgeschlossen gegenübersteht. Unser Ziel besteht darin sicherzustellen, dass es sich um eine langfristige Veränderung handelt, deren Auswirkungen noch wirken, wenn das Monitorship bereits lange beendet sein wird.“

Der Antrag auf eine kurze Verlängerung wurde vom Konzernvorstand beschlossen und im Rahmen einer Sitzung mit dem Monitor, seinem Führungsteam und Vertretern des US-Justizministeriums genehmigt.

„In einem so großen und komplexen global tätigen Unternehmen wie Volkswagen brauchen wir genügend Zeit, um alle Tests sorgfältig und gewissenhaft durchzuführen“, so Hiltrud D. Werner, Konzernvorständin für Integrität und Recht. „Wir möchten ein optimales Ergebnis erzielen, es geht nicht einfach nur darum, die Prüfungen hinter uns zu bringen. Es gilt, mehr als 100 Prozesse zu prüfen und unsere Geschäftsbereiche sind angehalten, sehr gründlich vorzugehen.“

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Thompson sagte: „Durch die Verlängerung des Monitorship steht mehr Zeit zur Verfügung, sodass eine qualitativ hochwertige, zuverlässige Testserie umgesetzt werden kann und eine Zertifizierung möglich ist, so wie es 2017 als Verantwortlichkeit des Monitors im Rahmen des Strafverfahrens zwischen dem US-Justizministerium und der Volkswagen AG vereinbart worden war. Ich freue mich darauf, weiterhin produktiv mit dem Unternehmen zusammenzuarbeiten, um unser gemeinsames Ziel – die Volkswagen AG zu einem besseren Unternehmen zu machen – zu erreichen.“

Als unabhängiger Compliance-Monitor ist es Thompsons Aufgabe sicherzustellen, dass die Compliance- und Integritätsprogramme von Volkswagen angemessen konzipiert und umgesetzt werden, um ähnliche Verstöße gegen US-Recht wie diejenigen die zum Abgasskandal geführt haben zu verhindern. Außerdem beaufsichtigt er die Einhaltung der Verpflichtungen von Volkswagen im Rahmen des Vergleichs zu den Umwelt- und Zivilklagen der US-Bundesstaaten im Jahr 2017 in seiner Eigenschaft als unabhängiger Compliance-Auditor.

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