Volkswagen Braunschweig startet Leichtbau-Offensive im Bereich Fahrwerk

17.4.2015. Das Standortsymposium 2015 im Volkswagen Werk Braunschweig startete gestern die Leichtbau-Offensive im Geschäftsfeld Fahrwerk.

Mit einer weiteren Qualitätsverbesserung und erneuter Effizienzsteigerung bereitet sich das Werk auf neue Anläufe für Komponenten aus dem Modularen Querbaukasten (MQB) vor. Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Aktiengesellschaft und Thomas Schmall, Mitglied des Volkswagen Markenvorstands für den Geschäftsbereich Komponente, sowie weitere Vorstandsmitglieder bewerteten gemeinsam mit Werkmanagement und Betriebsrat die Ergebnisse des vergangenen Jahres und diskutierten wesentliche Zukunftsprojekte.

„Volkswagen treibt den technologischen Wandel auf allen Ebenen mit Hochdruck voran. Der Komponentenstandort Braunschweig hat den Vorstand mit seinen vorgestellten Zukunftstechnologien erneut überzeugt. Die Mannschaft beeindruckt mit einer hohen Innovationskraft – eine tolle Leistung”, sagte Thomas Schmall.

Im vergangenen Jahr hat das Komponentenwerk mit seinen Achsen, Fahrwerk- und Kunststoffteilen sowie Batterie- und Lenkungssystemen einen Produktionsrekord erzielt. Zahlreiche Anläufe für den Modularen Querbaukasten – beispielsweise für Lenkungen und Fahrwerkteile – hat das Team unter großem Einsatz gemeistert. 1,8 Millionen Vorderachsen, 3,7 Millionen Hinterachsen und 2,1 Millionen Lenkungen wurden 2014 in Braunschweig produziert. Damit stecken in fast jedem Fahrzeug des Volkswagen-Konzerns Komponenten aus Braunschweig.

„Mit unserer Leichtbau-Offensive für die nächsten Modelle aus dem Modularen Querbaukasten und innovativen elektromechanischen Bauteilen wie Batterie- und Lenkungssystemen machen wir das Werk Braunschweig weiter fit für die Zukunft. Gleichzeitig werden wir die Produktivität steigern und die Kosten senken. Das wird der Mannschaft viel abverlangen, aber ich bin mir sicher, dass wir diese Ziele gemeinsam erreichen werden”, sagte Werkleiter Thorsten Jablonski.

Mit der Gründung einer Fahrwerk-Akademie und dem Programm „Meister seines Fachs” wird das Wissen der Braunschweiger Experten für andere nutzbar gemacht. Durch einen erfolgreichen Wissens- und Technologietransfer innerhalb des Werks sowie den Export von Know-how aus Braunschweig in Wachstumsmärkte ist das Werk für die zunehmende Internationalisierung gut aufgestellt.

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„Im Rahmen des Symposiums konnten wir dem Vorstand zeigen, wo unsere Stärken als Systemlieferant im Konzern liegen”, erklärte der Betriebsratsvorsitzende Uwe Fritsch. „Durch hochwertige Fahrwerksteile und zukunftsweisende Produkte sind wir weiterhin ein solider und verlässlicher Partner. Um unsere Kernkompetenzen nachhaltig zu sichern und gute Produkte anbieten zu können, benötigen wir aber auch das entsprechend ausgebildete Personal. Für uns als Betriebsrat sind daher die langfristige Bindung von Fachkräften aber auch die kontinuierliche Qualifizierung der Belegschaft unbedingt notwendig. Dies sind wichtige Beiträge zu nachhaltiger Beschäftigungssicherung – auch über das Jahr 2020 hinaus.”

Die Teilnehmer des Standortsymposiums Braunschweig informierten sich in einem Rundgang über praktische Beispiele aus den einzelnen Fachbereichen: Leichtbaukomponenten wie Hybridhilfsrahmen aus Aluminium und Kunststoff tragen zur Gewichtsreduzierung und CO2-Einsparung bei. Innovative Kontrollverfahren und Expertenschulungen sorgen für eine weitere Qualitätsverbesserung von 120 Kilometern Schweißnaht pro Tag. Ein neues Produktionsverfahren mit Ultraschall-Überwachung in der Batteriesystem-Fertigung ermöglicht zudem eine Steigerung der Produktion und eine optimierte Ergonomie.

Mit dem werkseigenen Ergebnisverbesserungsprogramm „Fit für die Zukunft” stellt sich der Standort Braunschweig durch wirtschaftliche Produkte und schlanke Prozesse für die Aufgaben der kommenden Jahre solide auf und trägt somit seinen Teil zum Zukunfts- und Effizienzprogramm „Future Tracks” bei.

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